Einführung in das Schreiben einer Hausarbeit

1 Einführung in das Schreiben einer HausarbeitHans-Uwe La...
Author: Timo Junge
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1 Einführung in das Schreiben einer HausarbeitHans-Uwe Lammel /

2 Gliederung der Veranstaltung1. Sitzung: Themenfindung und Literaturrecherche Inhalt einer Hausarbeit 2. Sitzung: Form einer Hausarbeit Gemeinsame Besprechung eines Beispiels

3 Der Weg zur Hausarbeit I – Themenfindung IEin Thema interessiert mich. Und dann? Wie komme ich zu einem hinreichend kleinen Teilaspekt (= Fragestellung) des mich interessierenden Themas, den ich auf ca. 20 Seiten bearbeiten kann?

4 Der Weg zur Hausarbeit I – Themenfindung IIInternetrecherche (Wikipedia etc.) Ggf. bereits Literatur (Quellen) sichten

5 Der Weg zur Hausarbeit II - FragestellungProblemstellung  eigene Fragestellung  These Wozu? Um beim Schreiben der Hausarbeit zum einen das Thema, zum anderen den eigenen Zugang (also den Teilaspekt, den ich bearbeiten möchte) nicht aus den Augen zu verlieren!

6 Literaturarten (Quellen) PrimärliteraturSekundärliteratur (Forschungsliteratur)

7 Primärliteratur Entscheidend: eigener Standpunkt!Primärliteratur = Text, dessen Inhalt Gegenstand meiner Betrachtung ist

8 Sekundärliteratur I Entscheidend wiederum: eigener Standpunkt!Sekundärliteratur = (wissenschaftlicher) Text, der sich mit etwas auseinandersetzt, mit dem ich mich ebenfalls auseinandersetzen möchte

9 Sekundärliteratur II (Beispiel)Ich interessiere mich für die Fortpflanzung des Regenwurms. Manfred Müller hat eine Monographie über europäische Regenwurmarten verfasst, in der auch deren Fortpflanzung behandelt wird. Diese Monographie ist für mich – sofern ich sie in meiner Hausarbeit verwende – Sekundärliteratur.

10 Verwendbare Literatur IWelche Literatur ist prinzipiell geeignet? Solche, die sich ebenfalls mit dem Gegenstand meiner Fragestellung (oder einem Teilaspekt davon) auseinandersetzt.

11 Verwendbare Literatur IIAber: Ich verfasse eine wissenschaftliche Hausarbeit, daher verwende ich wissenschaftliche Texte als Sekundärliteratur.

12 Verwendbare Literatur IIIMögliche Sekundärliteratur: Monographien Aufsätze in Sammelbänden Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften Wissenschaftliche Aufsätze aus dem Internet Zeitungen (relevante) Internetseiten

13 Prinzip der LiteraturverwendungNur jene Literatur, die ich selbst inspiziert (= in der Hand gehalten) und gelesen habe, kann ich in einer Hausarbeit verwenden! Autopsie

14 Literaturrecherche I Zur ersten Orientierung: z.B. Wikipedia(Als Beleg jedoch NICHT verwendbar!) Bei bioethischen Themen:

15 Literaturrecherche IIThemenzentrierte Recherche:

16 Aufbau einer HausarbeitUmfang insgesamt: Seiten Davon: Einleitung (10-15%) Hauptteil (70-80%) Zusammenfassung = Fazit = Resümee (10-15%)

17 Inhalt einer Hausarbeit I - TextstrukturÜberschrift Fließtext Fußnotenapparat

18 Inhalt einer Hausarbeit II – Einleitung IBeachte: Die Gliederung einer Hausarbeit in der letzten Fassung ist NICHT identisch mit den Erarbeitungsschritten der einzelnen Teile. Man beginnt NIEMALS mit der Einleitung!

19 Inhalt einer Hausarbeit II – Einleitung IIIch formuliere die allgemeine Problemstellung (Darstellung des Themas und dessen Kontextualisierung). Ich stelle den Forschungsstand anhand der verwendeten Literatur dar.

20 Inhalt einer Hausarbeit II – Einleitung IIIIch formuliere die Fragestellung (These), die ich im Hauptteil bearbeiten möchte. Ich stelle die Quellen/Literatur vor, die ich verwenden werde.

21 Inhalt einer Hausarbeit III – Hauptteil IIch erstelle eine vorläufige Arbeitsgliederung. Ich kläre Begriffe von zentraler Bedeutung für mein Thema und problematisiere sie im Hinblick auf meine Fragestellung und mein Material.

22 Inhalt einer Hausarbeit III – Hauptteil IIObwohl es sich um eine wissenschaftliche Arbeit handelt, die einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion leisten soll, kommt in der Auswahl der Quellen meine Meinung bereits zum Ausdruck.

23 Inhalt einer Hausarbeit IV - ZusammenfassungIch fasse den Hauptteil zusammen und diskutiere die Ergebnisse der Hausarbeit unter Einbezug meiner eigenen Fragestellung.

24 Form einer Hausarbeit I – Titelblatt I

25 Form einer Hausarbeit I – Titelblatt IIUniversität Rostock Medizinische Fakultät Arbeitsbereich Geschichte der Medizin Hausarbeit im Medizinstudium Titel der Arbeit

26 Form einer Hausarbeit I – Titelblatt IIIHausarbeit zur Lehrveranstaltung: Querschnittsbereich 2 „Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin“ (LV 31298)

27 Form einer Hausarbeit I – Titelblatt IVBetreuer: Gutachter: Vorgelegt von: Name, Kontakt ( ), Matrikelnummer Abgabe:

28 Form einer Hausarbeit II – Paginierung ITitelblatt = Seite 1 Diese wird gezählt, aber nicht gedruckt, d.h., es befindet sich KEINE Seitenzahl auf dem Titelblatt!

29 Form einer Hausarbeit II – Paginierung IIDanach: Inhaltsverzeichnis Die erste Seite des Inhaltsverzeichnisses (bzw. das Inhaltsverzeichnis) ist Blatt 2 und damit Seite 2. Die Seitenzahl erscheint auf dieser Seite.

30 Form einer Hausarbeit III – Inhalts-verzeichnis (Beispiel)

31 Form einer Hausarbeit IV – Belege IWozu? Dargebotenes Wissen muss BELEGT werden! (Frage des Lesers: Woher hat der Autor sein Wissen?) Wo finde ich „Wissen“? (Quellen) Wissenschaftliche Literatur

32 Form einer Hausarbeit IV – Belege IIWo taucht diese Literatur in meiner Hausarbeit auf? Fußnotenapparat Literaturverzeichnis

33 Form einer Hausarbeit IV - FußnotenapparatJede Fußnote ist ein Satz, beginnt daher mit einem großen Buchstaben und endet mit einem Punkt! Fußnoten sind hochgestellt und fortlaufend durchnummeriert.

34 Form einer Hausarbeit V – Direktes Zitat IDirektes Zitat = wörtliche Textübernahme Im Fließtext: „Text“ – „Text […] Text“ – „Text.“ – „Text“. Fußnotennummerierung nach dem Ausführungszeichen

35 Form einer Hausarbeit V – Direktes Zitat IIZugehöriger Fußnotentext: Erstmalige Zitation: Nennung des vollen Titels Wiederholte Zitation: Kurzform (Nachname, Erscheinungsjahr, S. xy.)

36 Form einer Hausarbeit V – Direktes Zitat IIIKurzform, wenn ich von einem Autoren mehrere Monographien/Aufsätze verwende, die im selben Jahr erschienen sind: Nachname, Erscheinungsjahr a (u.s.w.), S. xy.

37 Form einer Hausarbeit V – Indirektes ZitatIndirektes Zitat = inhaltliche Übernahme von Gedanken eines anderen Autors Im Fließtext: Text – danach Fußnotennummer (im oder am Ende eines Satzes oder Absatzes) Zugehöriger Fußnotentext => siehe Direktes Zitat

38 Form einer Hausarbeit V –Zitation: Ausnahmen IDirektes Zitat eines direkten Zitats: Fußnotentext: Vollständiger Name, Titel (. Untertitel), Erscheinungsjahr, (Aufl.,) S. xy, zit. nach: Nachname Erscheinungsjahr, S. xy. (bzw. voller Titel, falls erstmalige Nennung)

39 Form einer Hausarbeit V – Zitation: Ausnahmen I (Beispiel)Manfred Müller, Europäische Regenwurmarten und ihre Lebensweise. Ein Betrachtung anhand taxonomischer Gesichtspunkte, 3. Aufl., Hamburg 1978, S. 238, zit. nach: Andreas Krebs, Einführung in die Biologie der Ringelwürmer, Frankfurt/M. 1988, S. 374.

40 Form einer Hausarbeit V – Zitation: Ausnahmen IIWiederholtes Zitieren (in aufeinander folgenden Fußnoten): Fußnotentext: Ebd. (gleiches Werk, gleiche Seite) Ebd., S. xy. (gleiches Werk, andere Seite)

41 Form einer Hausarbeit V – Zitation einer MonographieErstmalige Zitation in einer Fußnote: Manfred Müller, Europäische Regenwurmarten und ihre Lebensweise. Eine Betrachtung anhand taxonomischer Gesichtspunkte, 3. Aufl., Hamburg 1978, S. 238.

42 Form einer Hausarbeit V – Angabe im LiteraturverzeichnisBeachte: Eine Angabe im Literaturverzeichnis ist KEIN ganzer Satz und endet daher nicht mit einem abschließenden Punkt! Beispiel: Müller, Manfred: Europäische Regenwurmarten und ihre Lebensweise. Eine Betrachtung anhand taxonomischer Gesichtspunkte, 3. Aufl., Hamburg 1978

43 Form einer Hausarbeit V – Zitation eines Aufsatzes aus einem SammelbandErstmalige Zitation in einer Fußnote: Manfred Müller, Der Regenwurm und seine Funktion im Kleingarten, in: D. Tetzlaff (Hrsg.), Das deutsche Schrebergartenwesen aus natur- und kulturwissenschaftlicher Sicht, Berlin 1983, S. 278.

44 Form einer Hausarbeit V – Angabe im LiteraturverzeichnisMüller, Manfred: Der Regenwurm und seine Funktion im Kleingarten, in: D. Tetzlaff (Hrsg.), Das deutsche Schrebergartenwesen aus natur- und kulturwissenschaftlicher Sicht, Berlin 1983, S

45 Form einer Hausarbeit V – Zitation eines Aufsatzes aus einer ZeitschriftErstmalige Zitation in einer Fußnote: Manfred Müller, Zur Evolutionsgeschichte des Regenwurms, Journal of Evolutionary Biology 3 (1985), S. 107.

46 Form einer Hausarbeit V – Angabe im LiteraturverzeichnisManfred Müller, Zur Evolutionsgeschichte des Regenwurms, Journal of Evolutionary Biology 3 (1985), S

47 Form einer Hausarbeit V – Mehrere Verfasser/HerausgeberZwei Verfasser/Hrsg.: Manfred Müller und D. Tetzlaff Drei Verfasser/Hrsg.: Manfred Müller / D. Tetzlaff / A. Krebs Mehr als drei Verfasser/Hrsg.: Manfred Müller u. a.

48 Form einer Hausarbeit V – Mehrere Verlagsorte, AuflagenBis zu drei: ausschreiben (Rostock / Jena / Berlin) Mehr als drei: Rostock u.a. Mehrfach aufgelegt: Bsp.: 3. Aufl. (alle anderen Angaben werden weggelassen!)

49 Form einer Hausarbeit V – Zitation einer Internetquelle I(letzter Zugriff am: )

50 Form einer Hausarbeit V – Zitation einer Internetquelle IIVerwendung von Aufsätzen aus dem Internet: Manfred Müller, Das Regenwurmproblem im Alten Land, [http://www.gaertnerfachmagazin- nord.de/magazin/beitraege/mueller.pdf] (letzter Zugriff am: ), S

51 Form einer Hausarbeit V – LiteraturverzeichnisQuellen und Forschungsliteratur (alphabetische Ordnung nach Autorennachname) 2. Internetquellen (alphabetische Ordnung nach dem Domainnamen)

52 Form einer Hausarbeit VI – Abbildungen im Text IAbbildungen behandle ich wie Textquellen. Jede Abbildung hat eine Legende (Bsp.: Abbildung 1: Regenwürmer bei der Fortpflanzung) . Abbildungen nummeriere ich fortlaufend durch. Falls ich Abbildungen verwende, füge ich hinter dem Literaturverzeichnis ein Abbildungsverzeichnis an. Im Abbildungsverzeichnis belege ich die Herkunft der Abbildungen.

53 Form einer Hausarbeit VI – Abbildungen im Text IIBeispiel: Abbildung 1: Regenwürmer bei der Fortpflanzung, aus: Manfred Müller, Europäische Regenwurmarten und ihre Lebensweise. Eine Betrachtung anhand taxonomischer Gesichtspunkte, 3. Aufl., Hamburg 1978, S. 156

54 Form einer Hausarbeit VI – Tabellen, DiagrammeMit Tabellen und Diagrammen verfahre ich wie mit Abbildungen (Legende, Nachweis in einem Tabellen- bzw. Diagrammverzeichnis). Sollte ich Abbildungen und Tabellen bzw. Diagramme verwenden, kann ich die einzelnen Verzeichnisse als Unterpunkte in einem Anhang nach dem Literaturverzeichnis zusammenfassen.

55 Form einer Hausarbeit VII – Eidesstattliche ErklärungIch erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht. Ort, Datum Unterschrift

56 Form einer Hausarbeit VIII – Formatierung IZeilenabstand: 1,5 Schriftgröße: 12 Schriftart: Times New Roman Blocksatz Rand links, rechts und oben: 2,5 cm Rand unten: 2 cm

57 Form einer Hausarbeit VIII – Formatierung IISeitennummerierung in arabischen Zahlen (Paginierungsregeln beachten!) Umfang: Seiten (inkl. Titelblatt und Literaturverzeichnis)