1 Einführung in die SonderpädagogikInstitutionen des Erwachsenenalters
2 Institutionen des ErwachsenenaltersArbeit Wohnen Freizeit Erwachsenenbildung Partnerschaft Alter Selbsthilfe Zentren für selbstbestimmtes Leben
3 Arbeit Übergang Schule – BerufBerufsbildungswerk BBW (Erstausbildung u. Berufsvorbereitung) Berufsförderungswerk BFW (Umschulung, Fort- u. Weiterbildung) Werkstatt für behinderte Menschen WfbM (Vorbereitung auf eine Beschäftigung in der WFBM oder auf dem Arbeitsmarkt)
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7 Arbeit Integrationsfachdienste (IFD)Information und Beratung Auswahl geeigneter Bewerber, Erstellung eines Leistungs-und Fähigkeitsprofils Information potenzieller Arbeitgeber Akquisition von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Beratung und Unterstützung der Arbeitgeber auf Grundlage einer Arbeitsplatzanalyse Befristete kontinuierliche Begleitung und Assistenz am Arbeitsplatz Konfliktberatung und Krisenintervention Integrationsprojekte (-firmen,-betriebe, -abteilungen) 25-50% schwer behinderte Beschäftigte
8 Hamburger ArbeitsassistenzZiel : sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis: 76% verbleiben im ersten Arbeitsverhältnis 7% freiwillig andere Perspektive 5% erneut im Arbeitsverhältnis 12% ausgeschieden Fazit: über 80% weiterhin nach Abschluss des Projektes beschäftigt Quelle: Ciolek in: Hirsch/Lindmeier (Hrsg), 2006,S.169
9 Wohnen Wohnen in der Herkunftsfamilie Wohnen im Heim (90% stationär)Ca. 50% g.b.Menschen, ungeplante Ablösung durch Tod oder Krankheit Wohnen im Heim (90% stationär) 2006 leben 56% der g.b. Menschen in Heimen mit Plätzen, 18% mit Plätzen Nur 38% (60%) eigenes Zimmer Unterstützes Wohnen (persönliches Budget) Wohngruppen/ Wohngemeinschaften für Behinderte Pflegeheime/ Kliniken (Fehlplatzierung) Community Care
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14 Wohnen Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter von Wohngruppen0-1 Jahr 25,1% 2 Jahre 18,7% 6 Jahre 10,2% 11 Jahre ,3% Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen 1 (sehr zufrieden) 12,5% ,5% ,3%
15 Erwachsenenbildung Themen 1Verkehr: Benutzung öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufen Kulturtechniken, UK Wohnraumgestaltung, Einrichtung des Zimmers Freizeit: Sport, Theater, Kunst, Hobbys, Ausflüge Arbeit: Mitbestimmung, Betriebsbesichtigungen Sozial-kommunikative Angebote: Partnerschaft und Sexualität, Konfliktlösungen Psychosoziale Angebote: Selbsterfahrungsgruppen, Selbstverteidigung, Älterwerden, Sterben und Tod, Trauerarbeit, Biografiearbeit
16 Erwachsenenbildung Themen 2Lebenspraktische und alltagsbezogene Angebote: Handarbeitskurs, Körperhygiene, Erwachsenwerden und Erwachsensein: Loslösung von Eltern, Ehe und Familie, Älterwerden und Altsein: Wohnen und Leben im alter, Rentenalter und Ruhestand Neue Medien und Kommunikationsmittel: Computerkurs Selbstbestimmung und Selbstvertretung: Aufgaben eines Assistenten Gesundheit: Ernährung, Alkohol etc Natur und Umwelt: Haustiere, Gärrtnerei etc Gesellschaftspolitische Themen: Armut, Gewalt, ausländische Mitbürger etc.
17 30% zufrieden mit Wohnsituation 60% betreutes Wohnen zufrieden Berliner Kundenstudie (Seifert 2010) 7212 Erwachsene mit geistiger /körperlicher Behinderung 30% zufrieden mit Wohnsituation 60% betreutes Wohnen zufrieden 48% im betreuten Einzelwohnen 40% hätten gern mehr Kontakt 2/3 Einsamkeitsgefühle 80% kennen persönliches Budget nicht 42% aus betreuten Wohnformen und 48% aus Familien möchten anders wohnen
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20 Familie und BehinderungFremdbestimmung (60% der Erwachsenen mit geistiger Behinderung leben bei den Eltern) Probleme, treten auf, wenn Überbelastung, Krankheit oder Tod der Eltern eintreten. (Wer unterstützt den Trauerprozess nach dem Tod der Eltern? Was passiert mit den Menschen?) Wunsch nach normalem Leben, wie auch nach mehr Akzeptanz Praxisbeispiele ausgelassen (S ) Aus U. Wilken, B. Jeltsch-Schudel, Eltern behinderter Kinder, Stuttgart 2003
21 Alter 60-80 Jahre = 3. Lebensalter 80+ = 4. Lebensalter 2 Gruppen:Menschen mit Behinderungen im Alter Menschen mit Altersbehinderungen Seh-und Hörbehinderungen, Demenz Psychische Störungen (Angst, Verluste, Depressionen (40-50% der Bewohner von Pflegeheimen), Abhängigkeiten, Pflege
22 Menschen mit geistiger Behinderung im Alter1960 wurden Menschen mit Down-Syndrom ca. 18 Jahre, 1990 ca. 60 Jahre Lehrgang selbstbestimmt Älter werden mit Themen wie Sterben und Tod ¾ der alten Menschen mit geistiger Behinderung haben in den letzten Jahren keinen Besuch mehr durch Angehörige Havemann, Stöppler, Stuttgart 2004
23 Anstieg Pflegedürftiger 2009-2011 Frankfurter Rundschau 19./20.1.201360-65 Jahre 20,2 % 65-70 Jahre -11,7% 70-75 Jahre 6,3 % 75-80 Jahre 9,8 % 80-85 Jahre 5,4 % 85-90 Jahre 2,5 % 90 und mehr 22,0 % Zwischen 2005 und 2030 Anstieg von 58%
24 Anteil Seniorinnen mit geistiger Behinderung10% im Jahr 2010; 31% im Jahr 2030 Anstieg stationäre Wohnformen von 16% auf 47 % Anstieg ambulant betreutes Wohnen von 7% auf 36% Bei über 65Jährigen in Normalbevölkerung 11% Demenzerkrankungen, bei Down Syndrom bereits 75% Quelle: Ztschr. Teilhabe 4, 2011 und 1, 2012
25 Sonderpädagogik im PflegeheimPsychomotorik (84% wünschen Spaziergänge) Gespräche und Kontakte Tiergestützte Angebote Orientierungshilfen Gestaltung des Innen- und Außenbereichs (Milieutherapie) Beziehungsreflexion, Bindungssicherheit Bildung Biographiearbeit unter Vorbehalt
26 Sonderpädagogik bei Demenz Quelle: Theunissen 2012, 236-238Durchführung einer personzentrierten Planung (einschl. Pflegeplan) Sicherung der Rechte und advokatorisches Engagement Verbleib in der vertrauten Lebenswelt und Gemeinde Spezialisierte kleine Wohngruppen Aufbau eines Beziehungsnetzwerkes (Profis, Ehrenamtliche und Angehörige)
27 Angepasste WohnraumgestaltungAngepasste Arbeitsplatzgestaltung Tagesstrukturierende Angebote Angebote zur Teilhabe am soziokulturellen Leben Hochwertige Alltagspflege (incl. Physiotherapie) Hochwertige pädagogische Lebensbegleitung (Biographiearbeit, validierende Assistenz etc.)
28 Positive Verhaltensunterstützung bei herausforderndem VerhaltenErforderliche medizinische und krankenpflegerische Dienstleistungen Palliative Care Praxisberatung, Supervision und Kompensationsangebote für pflegende Personen, Helfer, Mitarbeiter und Angehörige